Die letzten Wochen der Schwangerschaft sind angebrochen und damit setzt wohl auch sowas wie der Nestbautrieb ein. Da austattungsmäßig fast alles noch vorhanden ist, gibt es nicht viel zu tun und ich kann dem kleinen Spross noch ein paar schöne Kleinigkeiten nähen.

 

 

Entstanden ist letzte Woche eine kleines Set. Aus einem wunderbar weichen gelb-grau gestreiftem Jersey von Nosh habe ich ein Wickeljäckchen genäht. Das Jäckchen schließt mit einem gerollten Jerseystreifen. Gerade für die erste Zeit finde ich Wickeljäckchen sehr praktisch und leicht zum anziehen.

Die passende Hose ist ebenfalls aus einem Reststück Nosh-Jersey genäht. Der Schnitt stammt von Kid5. Die falschen Halbmondtaschen sind ein netter Hingucker und greifen wieder den gestreiften Stoff vom Wickeljäckchen auf. Der graue Jerseyrest ergab anschließend noch ein Knotenmützchen nach dem Freebook von Klimperklein.

 

 

Mein persönliches Highlight sind jedoch die selbst gestrickten Babysöckchen! Der Strickknoten scheint bei mir endlich geplatzt zu sein und nun sitze ich abends gerne gemütlich mit den Stricknadeln auf dem Sofa. Gestrickt habe ich die Söckchen mit Hilfe eines YouTube-Videos. Die Anleitung von Maschenmarie ist leicht verständlich und man kann ihr gut Schritt für Schritt folgen. Dies ist bereits das zweite Paar Socken und es wird vermutlich nicht dabei bleiben.

 

Ruhig ist es hier und auch an der Nähmaschine in diesem Jahr bislang gewesen. Mit wachsender Babykugel wächst auch die Unlust Kleidung für mich zu nähen. Ein paar notwendige Teile sind entstanden, aber benäht wurde in erster Linie der große kleine Sproß. Eines dieser Projekte möchte ich euch heute zeigen.

Auch nach über 10 Jahren in Bayern finde ich es schade, dass hier Fasching keine große Rolle spielt. In meiner Kindheit war Fasching oder besser gesagt Fasnet immer ein großes Highlight im Jahr. Meine Mutter hat für uns damals jedes Jahr neue, tolle Kostüme genäht. Das ist eine Tradition, die ich gerne fortführe. In diesem Jahr entschied ich mich für ein Schafkostüm, denn Schafe sind hier ganz hoch im Kurs.

 

 

Da der Sproß gerade sehr wählerisch bei seinen Outfits ist und er das Kostüm nur in der Krippe tragen wird, wollte ich den Aufwand möglichst gering halten. Genäht habe ich eine schwarze Leggings und ein dazu passendes schwarzes Shirt. Beides nach Oktober-Schnitten. Für das Schaffell habe ich einen Sweater Schnitt aus der La Maison Victor als Grundlage genommen und Vorder- und Rückenteil jeweils verlängert und verbreitert.

 

 

Das Schwänzchen habe ich freihändig gezeichnet und auf dem Rückenteil aufgenäht. Fehlt nur noch die Mütze und die Ohren. Grundlage ist auch hier ein Ottobre-Schnitt, den ich etwas gekürzt habe und mit Jersey gefüttert habe. Die freihändig gezeichneten Ohren wurden dann zwischen die beiden Lagen zwischengefasst. Fertig ist das Schafkostüm!

 

Dieses schnelle Projekt kam zur richtigen Zeit, die Nähunlust ist verflogen und ich habe diese Woche schon einige Stunden an der Nähmaschine verbracht.

Es war mal wieder knapp, aber auf der Zielgeraden ist mir glücklicherweise nicht die Puste ausgegangen. Ich kann euch also heute mein neues Weihnachtskleid präsentieren! Meinen ursprünglichen Plan musste ich beim letzten Treffen leider begraben. Stoff, Kleid und aktuelle Figur wollten einfach so gar nicht zueinander passen. Aber ein Weihnachtskleid sollte dann doch noch her. Also musste ein bereits erprobter Schnitt her, der raffiniert, einfach zu nähen und darüberhinaus noch mit ausreichend Platz für den Bauch ausgestattet war. Da lob ich mir doch eine große Schnittmustersammlung. Ein Designerschnitt von Donna Karan, Vogue 1194, erfüllte alle Kriterien und so fiel die Entscheidung schnell.

 

 

Das Oberteil erhält seine Form durch Falten unter der Brust und an der Schulter. Auch das vordere Rockteil wird in Falten gelegt. Somit ist es unbedingt notwendig einen griffigen Stoff zu verwenden. Genäht habe ich das Kleid aus einem festen Baumwolljersey, den ich bei einer lokalen Stoffhändlerin gekauft habe, die den Stoff selbst entworfen hat. Meinen Geschmack hat sie damit jedenfalls genau getroffen. Bei der Annäherung Süd hatte ich diesen Schnitt aus einem Modaljersey zugeschnitten und hab aufgrund des wabbeligen Stoffes beim Falten legen schnell die Geduld verloren.

 

 

Der hintere Rockteil wird leicht eingekräuselt. Würde frau etwas gerader stehen, gäbe es auch nicht so viele Falten 😉 Das hintere Rockteil wird nicht im Bruch zugeschnitten. Aufgrund knapper Stoffkalkulation konnte ich dabei beim Zuschnitt keine Rücksicht auf das Muster nehmen. Gut gefällt mir auch die Form des Halsausschnitts, der mit einem Beleg genäht wurde.

 

 

Die Falten im vorderen Rockteil sind ideal für den wachsenden Bauch und bieten auch der 7-Monats-Kugel ausreichend Platz. Durch das gewickelte Band am Übergang zwischen Ober- und Unterteil entsteht eine Empire-Linie, die mir in der Schwangerschaft gut gefällt. Der Schnitt hat also viele Vorzüge, so dass ich ohne schwangerschaftsbedingte Änderungen ausgekommen bin. Die vorgenommenen Änderungen halten sich daher auch sehr in Grenzen. Der Bequemlichkeit zuliebe habe ich beim gewickelten Band und auch beim Rückenband auf das Einziehen eines Gummis verzichtet. Diese finde ich bei einer älteren Version des Kleides sehr unbequem und habe es dieses Mal einfach weggelassen. Die zweite Änderung betrifft den Ausschnitt. Dieser fällt bei mir im Original extrem freizügig aus, so dass ich hier die Naht um einige Zentimeter versetzt habe.

 

 

Ich bin wirklich rundum zufrieden mit meinem Weihnachtskleid. Es ist schick und dennoch bequem. Mit dem passenden Schuhwerk kann man dann auch den gemütlichen Teil der Feiertage einläuten und mit dem Sproß die Geschenke testen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein wunderschönes Weihnachtsfest. Genießt die Zeit mit euren Liebsten.

Unsere reizenden Gastgeberinnen Dodo und Yvonne zeigen uns ihre festlichen Kleider heute auf dem MMM-Blog. Dort versammeln sich alle weiteren Weihnachtskleidnäherinnen. Viel Spaß beim Stöbern!

 

Dieser Sew Along entwickelt sich für mich noch zu einem echten Thriller mit unklarem Ausgang. Beim letzten Termin hatte ich mich endlich für Stoff und Schnitt entschieden. Das Robe Minuit aus dem schwarz-weißen New York Mitbringsel. Ich machte ein Probeoberteil und passte es mittels FBA noch ein wenig an. Das zweite Oberteil saß dann ganz gut und der Zuschnitt sollte beginnen.

 

 

Beim Auflegen der Schnittteile dann die Ernüchterung. Der Stoff ist nicht breit genug für den Tellerrock! Args, daran hatte ich keinerlei Gedanken verschwendet…. Den kostbaren Stoff wollte ich dann doch nicht unnötig zerschneiden und entschied mich für den Wollstoff mit Salz & Pfeffermuster. Gestern setzte ich das Kleid dann Stück für Stück zusammen. Bei der ersten Anprobe dann erneute Ernüchterung: das Kleid gefällt mir nicht.

 

 

Der Tellerrock sieht unglaublich unvorteilhaft aus. Ich habe lange überlegt woran das liegt. Meine Vermutung: die 7-Monatskugel ist zwar sichtbar, aber noch nicht besonders ausgeprägt. Somit hängt auf Bauchhöhe eine große Menge Stoff, die ich aktuell noch nicht benötige. Somit stimmen die Proportionen einfach nicht und ich fühle mich darin einfach nur unwohl. Ein Jammer, denn mir gefällt z.B. die Linienführung des Rückens unglaublich gut.

 

 

Es macht also keinen Sinn dieses Kleid vor Weihnachten fertig zu stellen. Somit muss jetzt eine Alternative her und ich habe heute Nachmittag im Stoff- und Schnittmusterregal gewühlt. Ein bereits genähter Schnitt mit einem schönen und bequemen Stoff – das ist nun Plan B und hoffentlich in der Kürze der Zeit noch realisierbar.

 

 

Yvonne und Bodo, unsere Gastgeberinnen, sind da schon deutlich weiter als ich. Alle Weihnachtskleidnäherinnen versammeln sich heute wieder auf dem Me Made Mittwoch Blog. 

 

Der Spross des Hauses wächst gerade mächtig. Ein kleiner Kerl, der ganz genau weiß was er will und das auch gerne mal morgens bei der Auswahl der Garderobe unter Beweis stellt. Im Augenblick stehen dabei Mamas Kreationen hoch im Kurs, jedenfalls meistens 😉 Somit habe ich die kleinen Nähzeitfenster genutzt und den Spross benäht.

 

 

Ich habe mir schon lange vorgenommen Unterwäsche selbst zu nähen. Der Sprössling ist dabei nun vor mir an die Reihe gekommen. Beim dänischen Schnittmusterhersteller Minikrea bin ich fündig geworden und habe mir ein Schnittmuster für Unterhose und Unterhemd gekauft. Dieses Unterhemd ist bereits das zweite Exemplar nach diesem Schnitt. Unterhemd Nr. 1 habe ich nicht rechtzeitig nach Fertigstellung fotografiert und damit ist es nun im unendlichen Anziehen – Waschen – Universum verschwunden 🙂 Der Schnitt beinhaltet neben dem Unterhemd auch Unterhosen. Diese habe ich zusammen mit Unterhemd Nr.1 bereits genäht und für gut befunden. Aber auch hier: Anziehen – Waschen – …

Das maritime Set wird durch eine lange Unterhose komplettiert. Diese habe ich nach einem Leggings-Schnitt aus der aktuellen Ottobre genäht.

 

 

Neben Unterwäsche wurden auch dringend Oberteile benötigt. Auch hier zeige ich euch das zweite Exemplar nach einem älteren La Maison Victor Schnitt. Der Schnitt ist bereits erprobt und für gut befunden. Allerdings fallen die Kinderschnitte der LMV meines Erachtens eher klein aus, zumindest im Gegensatz zu den Ottobre-Schnitten.

Nachdem die Kleidungsstücke nicht mehr so klein sind, macht es zunehmend Spaß den Sprössling zu benähen!