Was Schnittmuster angeht, bin ich in den vergangenen Jahren zum echten Serienfan geworden. Ich habe wenige Schnitte ausprobiert und sobald sie für gut befunden wurden, habe ich sie rauf und runter genäht. Eigentlich keine schlechte Idee, schließlich spart man Zeit und minimiert das Risiko eines Totalausfalls. Also habe ich am Ende der Schwangerschaft beschlossen, mal wieder einen meiner All-time-favourites zu nähen: Butterick 5778 (z.B. hier). Ein weicher Baumwolljersey aus einem Sanetta-Überraschungspaket schien passend und war in ausreichender Menge vorhanden – also los!

Das angefangene Kleid lag nun ein paar Wochen im Nähzimmer und ich drückte mich vor der Fertigstellung. Diese Woche habe ich das Kleid nun endlich fertig genäht und was soll ich sagen? Ich finds langweilig. Beim nähen fiel mir auf, dass ich im Prinzip das identische Kleid bereits habe – lediglich die Stoffqualität unterscheidet sich.

 

 

Versteht mich nicht falsch. Das Kleid ist ganz hübsch geworden und für meinen Alltag bestens geeignet. Ich kann nur leider diesen Schnitt nicht mehr sehen. Auch das nähen selbst ist nicht mehr spannend, schließlich kenne ich die Anleitung in und auswendig. Etwas neues auszuwählen fällt mir jedoch gerade schwer. Zum einen fühle ich mich recht inspirationslos. Die aktuellen Modetrends gefallen mir wenig bis gar nicht oder ich kann sie an mir nicht vorstellen. Zum anderen verändert sich der Körper nach der Schwangerschaft noch stark, so dass eigentlich nur Kleidung in Frage kommt, die nicht besonders passformsensibel ist. Ansonsten lohnt der zeitlich Aufwand nicht… Dabei habe ich gerade Zeit und Lust zu nähen. Ein Dilemma! Was macht ihr bei fehlender Inspiration?

 

 

Nachdem es im Kämmerlein wärmer wurde, kann dann auch die alte Frostbeule das Jäckchen ausziehen 😉 Mal sehen, wie sich das Kleid nun im Alltag macht. Da mein Kleiderschrank nach dem letzten ausmisten nicht so üppig bestückt ist, wird es wohl letztlich doch häufig zum Einsatz kommen.

Mehr selbstgenähte Alltagskleidung gibt es wieder beim Me Made Mittwoch zu sehen.

 

Langsam aber sicher ist hier der Alltag wieder eingekehrt und wir haben unsere Routinen entwickelt. Dabei bleibt glücklicherweise auch immer mal etwas Zeit zum Nähen. In den kurzen Zeitfenstern nähe ich am liebsten für meine Jungs. Kinderkleidung ist einfach ideal für ein schnelles Erfolgserlebnis. Es wird hier also in nächster Zeit noch einige Sachen für die lieben Kleinen zu sehen geben.

 

 

Bei einem gemütlichen Nähkränzchen mit Freundin I. habe ich einen kuscheligen Bademantel nach dem Basicschnitt Nr. 6 von Lillesol & Pelle genäht. Verwendet habe ich einen grauen Sternchenfrottee vom Stoffkontor. Damit der Mantel nicht zu trist wird, habe ich die Blende aus rotem Jersey genäht. Der Schnitt ist gut bebildert und wirklich einfach zu nähen. Da der Schnitt von Größe 80 bis 164 reicht, wird es die nächsten Jahre wohl noch einige Exemplare geben.

 

 

Fahrzeuge sind hier schon seit einiger Zeit der große Hit. Besondere Faszination üben dabei Feuerwehrfahrzeuge aus. Der Schlafanzug besteht aus meinem Lieblingsschnitt aus der La Maison Victor und einer Leggings aus der Ottobre. Für den kleinen Feuerwehrfan habe ich ein Feuerwehrauto geplottet und aufgebügelt. Dieses wurde sofort als Rüstwagen identifiziert. Man lernt nie aus 😉

Habt eine schöne Woche!

 

Könnt ihr euch noch an diese Stricksöckchen erinnern? Die sind sind mittlerweile schon im Einsatz 🙂

 

 

Seit vier Wochen ist der kleine Sonnenschein bei uns und macht uns und seinem großen Bruder viel Freude. Wir scheinen mal wieder Glück zu haben und wieder ein sehr gutmütiges Baby zu haben, das uns ausreichend Schlaf gönnt und tagsüber mit wachem Blick am Familienleben teilnimmt.

 

 

Aus den ersten Sachen ist der kleine Sonnenschein schon rausgewachsen. Dafür passt jetzt das selbstgenähte Set aus weicher Jerseyhose und Wickeloberteil. Wie schon beim großen Sproß stelle ich mal wieder fest, dass die Hosenbeine des Schnittes sehr schmal ausfallen. Bei einer weiteren Variante sollte ich diese leicht verbreitern. Diese wird es definitiv geben, lassen sich beide Stücke doch schnell und einfach nähen und sehen auch sehr ansehnlich aus. Stoff ist bereits besorgt und wird hoffentlich in den kommenden Tagen vernäht.

 

Die letzten Wochen der Schwangerschaft sind angebrochen und damit setzt wohl auch sowas wie der Nestbautrieb ein. Da austattungsmäßig fast alles noch vorhanden ist, gibt es nicht viel zu tun und ich kann dem kleinen Spross noch ein paar schöne Kleinigkeiten nähen.

 

 

Entstanden ist letzte Woche eine kleines Set. Aus einem wunderbar weichen gelb-grau gestreiftem Jersey von Nosh habe ich ein Wickeljäckchen genäht. Das Jäckchen schließt mit einem gerollten Jerseystreifen. Gerade für die erste Zeit finde ich Wickeljäckchen sehr praktisch und leicht zum anziehen.

Die passende Hose ist ebenfalls aus einem Reststück Nosh-Jersey genäht. Der Schnitt stammt von Kid5. Die falschen Halbmondtaschen sind ein netter Hingucker und greifen wieder den gestreiften Stoff vom Wickeljäckchen auf. Der graue Jerseyrest ergab anschließend noch ein Knotenmützchen nach dem Freebook von Klimperklein.

 

 

Mein persönliches Highlight sind jedoch die selbst gestrickten Babysöckchen! Der Strickknoten scheint bei mir endlich geplatzt zu sein und nun sitze ich abends gerne gemütlich mit den Stricknadeln auf dem Sofa. Gestrickt habe ich die Söckchen mit Hilfe eines YouTube-Videos. Die Anleitung von Maschenmarie ist leicht verständlich und man kann ihr gut Schritt für Schritt folgen. Dies ist bereits das zweite Paar Socken und es wird vermutlich nicht dabei bleiben.

 

Ruhig ist es hier und auch an der Nähmaschine in diesem Jahr bislang gewesen. Mit wachsender Babykugel wächst auch die Unlust Kleidung für mich zu nähen. Ein paar notwendige Teile sind entstanden, aber benäht wurde in erster Linie der große kleine Sproß. Eines dieser Projekte möchte ich euch heute zeigen.

Auch nach über 10 Jahren in Bayern finde ich es schade, dass hier Fasching keine große Rolle spielt. In meiner Kindheit war Fasching oder besser gesagt Fasnet immer ein großes Highlight im Jahr. Meine Mutter hat für uns damals jedes Jahr neue, tolle Kostüme genäht. Das ist eine Tradition, die ich gerne fortführe. In diesem Jahr entschied ich mich für ein Schafkostüm, denn Schafe sind hier ganz hoch im Kurs.

 

 

Da der Sproß gerade sehr wählerisch bei seinen Outfits ist und er das Kostüm nur in der Krippe tragen wird, wollte ich den Aufwand möglichst gering halten. Genäht habe ich eine schwarze Leggings und ein dazu passendes schwarzes Shirt. Beides nach Oktober-Schnitten. Für das Schaffell habe ich einen Sweater Schnitt aus der La Maison Victor als Grundlage genommen und Vorder- und Rückenteil jeweils verlängert und verbreitert.

 

 

Das Schwänzchen habe ich freihändig gezeichnet und auf dem Rückenteil aufgenäht. Fehlt nur noch die Mütze und die Ohren. Grundlage ist auch hier ein Ottobre-Schnitt, den ich etwas gekürzt habe und mit Jersey gefüttert habe. Die freihändig gezeichneten Ohren wurden dann zwischen die beiden Lagen zwischengefasst. Fertig ist das Schafkostüm!

 

Dieses schnelle Projekt kam zur richtigen Zeit, die Nähunlust ist verflogen und ich habe diese Woche schon einige Stunden an der Nähmaschine verbracht.