Als ich in den letzten Wochen mal wieder ins Kaninchenloch fiel und wertvolle Zeit bei Pinterest verdaddelt habe, fiel mir immer wieder ein Pin auf: Eine Anleitung für ein Spielzelt. Der Gatte war schnell davon überzeugt, dass sich unser Spross über ein solches Zelt freuen würde. Also besorgte er Bambusstangen im Baumarkt und ich bestellte einen festen Baumwollstoff.

 

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Das aufwändigste ist aufgrund der großen Stoffmenge der Zuschnitt der Dreiecke. Die Stoffbahn hat dabei das halbe Wohnzimmer bedeckt. Das Anzeichnen und schneiden ging dann aber schnell über die Bühne. Mit der Overlock habe ich alle Seiten versäubert und anschließend Dreieck für Dreieck zusammen gesetzt.

 

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Für die vier Bambusstangen habe ich jeweils einen Tunnel genäht. Auf diese Weise kann nichts verrutschen und das Zelt ist recht stabil. Dazu werden die zuvor geschlossenen Seiten rechts auf rechts gelegt und der Tunnel abgenäht.

 

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Das Zelt ist oben offen. An der oberen Kante sind Bänder angenäht. Mit Hilfe dieser Bänder werden die Bambusstangen fixiert. Alles in allem ein schnelles und auch kostengünstiges Projekt. Unser kleiner Abenteurer hat sich jedenfalls gefreut und das Zelt gleich in Beschlag genommen.

 

Geschafft! Der Mai liegt hinter uns und damit wird es Zeit für den letzten Rückblick und mein persönliches Fazit der Aktion.

 

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Wenns schnell gehen muss, ist so ein Concord Shirt von Cashmerette ein feines Teil.

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Hollyburn von Sewaholic bürofein

Mir hat die ganze Aktion viel Spaß gemacht und sie hat mir die Augen geöffnet, wie viel selbstgenähte Kleidung ich tatsächlich habe. Bis auf einen einzigen Tag, trug ich jeden Tag mindestens ein selbstgefertigtes Kleidungsstück und nur wenige Stücke wurden mehrfach getragen. Damit hätte ich selbst nicht gerechnet.

Ich trage nicht alle selbst gefertigten Stücke gleich gern, wer tut das schon. Ich habe den Me Made May genutzt, um auch mal weniger beliebte Stücke an die Öffentlichkeit zu lassen. Dabei ist mir bewusst geworden, dass es doch einige Stücke gib, deren Material ausschlaggebend für meine Antipathie ist. Sei es unangenehm zu tragen oder mir schlicht die Farbe an mir nicht gefällt. Lasse ich Revue passieren, worin ich mich gut fühle, dann kommt ein klares Farbschema raus: rot, blau, schwarz und grau. Mein Kleiderschrank wird also bei nächster Gelegenheit nochmals ausgemistet und ich hoffe, dass ich mich bei künftigen Stoffkäufen daran erinnere 😉

Es ist nach wie vor so, dass ich sehr gerne Kleider nähe und trage. Insbesondere fürs Büro ist das für mich ein ideales Outfit. Für Freizeitaktivitäten wie Spielplatzbesuche mit dem Spross des Hauses greife ich dann aber doch oft zu Jeans und einem Shirt. Immerhin habe ich dabei etwas aufgerüstet und es sind einige neue Shirts in den Schrank eingezogen. Daher ist dies der Bereich, der am ehesten erweitert werden sollte. Jerseykleider, Röcke und idealerweise Hosen stehen daher auf der To do Liste.

Es war unglaublich schön, so vielen tollen Hobbyschneiderinnen in den Kleiderschrank schauen zu können und dabei die unterschiedlichsten Stile zu entdecken. Vielen Dank an alle, die meine Beiträge geliked oder kommentiert haben. Es ist toll wie wertschätzend unsere Community ist und ich freue mich ein Teil davon zu sein.

Wir nähern uns dem Ende des Monats und damit komme ich heute zum vorletzten Wochenrückblick. Diese Woche hatte ich erstmals einen Tag nichts selbstgenähtes an. Damit habe ich meine persönliche Challenge, mindestens 5 Tage die Woche etwas selbstgenähtes zu tragen, problemlos gemeistert. Ich bin ehrlich überrascht wie einfach das war. Mein Kleiderschrank enthält wohl doch viel mehr selbstgenähtes als ich dachte 😉

Meine Outfits der Woche:

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Home office in rotem Moneta Dress von Colette Patterns

 

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An kühlen Tagen ist ein Kleid aus Romanit immer eine gute Wahl. Dieses Mal Peony von Colette Patterns.

 

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Am Feiertag wurde das neue Outfit ausgeführt: Hollyburn von Sewaholic und Concord von Cashmerette

 

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Die Wäsche kann man ja auch mal total overdressed machen: mein geliebtes Ashland Dress von Sew Liberated.

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Ein neuer Einsatz fürs Kimono Tee von Maria Denmark.

 

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Ein Klassiker in meinem Kleiderschrank. Eine Mischung aus Butterick 5490 und Butterick 4443.

 

Der Me Made May neigt sich nun langsam dem Ende zu. Das tägliche Tragen von selbstgenähter Kleidung hat zu zahlreichen neuen Erkenntnissen geführt. Beispiel gefällig? Mir fehlen Röcke! Ich liebe Streifen! Was lag da also näher als ein passendes Ensemble zu nähen?

 

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Der Rock Hollyburn von Sewaholic ist nun wahrlich keine Neuheit auf dem Schnittmustermarkt. Er liegt hier schon seit ewigen Zeiten rum und wartete darauf endlich genäht zu werden. Als ich kürzlich mal wieder bei meinem Lieblingsstoffhändler stöberte, entdeckte ich einen leichten Baumwollstoff mit Leinenoptik. Ein sommerlich, leichter Stoff der, wie ich fand, gut zu Hollyburn passt.

 

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Genäht habe ich die mittlere Länge mit den hübschen Riegeln. Anstatt eines normalen Reißverschlusses habe ich einen nahtverdeckten verwendet. Darüberhinaus habe ich keine Änderungen vorgenommen. Ich hatte befürchtet, dass der gerade geschnittene Bund nicht ideal sitzt. Dies hat sich jedoch nicht bestätigt. Dies wird bestimmt nicht mein letzter Hollyburn sein.

 

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Das T-Shirt ist eine weitere Variante des Concord Shirts von Cashmerette Patterns. Dieses Mal habe ich wieder die Kurzarmvariante gewählt. Im Gegensatz zum letzten Exemplar habe ich mit Ärmelbündchen abgeschlossen. Das ist ok, mir gefällt es aber ohne besser. Das Shirt aus einem weichen Viskosejersey habe ich zudem körpernäher zugeschnitten, als die bisherigen Versionen. So passt es auch gut zum Rock.

Beide Kleidungsstücke gefallen mir äußerst gut und werden mit Sicherheit ein fester Bestandteil meiner Sommergarderobe werden.

 

 

Die dritte Woche des Me Made Mays liegt bereits hinter uns. Zeit für den nächsten Rückblick. Ich habe auch diese Woche jeden Tag mindestens ein selbst genähtes Kleidungsstück getragen. Das wechselhafte Wetter hat dazu beigetragen, dass es bislang kaum Wiederholungen gab. Einige Kleidungsstücke kommen sind nun bald am Ende ihrer Lebenszeit angekommen, weil entweder das Material nachlässt oder die Kleidungsstücke schlicht zu groß werden. Einige Sachen trage ich dann noch zuhause auf, bis ich mich endgültig von Ihnen trennen kann. Dies fällt mir nämlich bei selbst gefertigten Kleidungsstücken sehr schwer.

Meine Outfits vom 16. – 22.05.2016:

An Tag 16 gab es kein neues Bild, da ich das gleiche Outfit wie am Vortag trug.

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Anna von By Hand London zur Abwechslung aus Romanit

 

IMG_2287Mein Vogue Blazer, den ich an der Ostsee genäht habe.

 

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Dieser Blazer ist einer meiner sehr wenigen Kleidungsstücke nach einem Burdaschnitt.

 

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Butterick 5778 unter typisch bayerischem blau-weißem Himmel.

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Familienausflug mit Morris Blazer

 

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Ein tragbares Probeteil von Butterick 5322