Europe twelve points

Wie jedes Jahr steht im Mai der Eurovision Song Contest an und seit Kindheitstagen bin ich als Zuschauer dabei. Die Grand Dame der europäischen Fernsehunterhaltung wurde in den vergangen Jahren einer deutlichen Verjüngungskur unterzogen, dennoch oder vielleicht auch deswegen rückt die gesangliche Darbietung zunehmend in den Hintergrund. Viel spannender ist das drumherum: die Outfits, die eingesetzten Special Effects und nicht zuletzt die Punktevergabe. Ein gesamteuropäisches Event, das mit einem kleinen Augenzwinkern versehen durchaus Unterhaltungswert hat.

Der ESC ist dabei nicht mehr nur ein TV Event, sondern findet auch auf Twitter eine große Schar Anhänger. Unter dem Hashtag #esc2013 hat gestern Abend ganz Europa die Show kommentiert. Für mich persönlich mutiert der als second screen gedachte Kommunikationskanal dabei mittlerweile zum Hauptmedium. Gute Unterhaltung ist dabei garantiert!

Sehenswert ist der ESC oftmals schon alleine durch die Outfits der Teilnehmer. Ob in avantgardistischer Abendrobe oder Lametta behangenem Minikleid, im Hipsterlook oder Schiri-Outfit, ob barfuss oder mit Mega-Plateau-Schuhen. Alles eine Frage des persönlichen Geschmacks. So zahlreich zwischenzeitlich die Teilnehmer geworden sind, so facettenreich sind eben auch die präsentierten Modestile. Und das ist gut so.

Für ein paar Stunden entdecken wir also wieder so etwas wie modische Vielfalt und trotzen dem Modediktat der Bekleidungsketten. Ich würde mir wünschen, dass sich diese Vielfalt auch im Alltag auf unseren Straßen viel häufiger bemerkbar machen würde. Diversität statt Einheitslook. Wie dankbar bin ich in diesen Momenten, dass ich nähen und damit meinen ganz persönlichen Kopfkleiderschrank verwirklichen kann.

In diesem Sinne: ich bin dann mal nähen…

Copyright © 2013 81gradnord. All Rights Reserved.

You Might Also Like